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Fieberambulanz Mayen

Schützenplatz 56727 Mayen – am Sportplatz des TuS Mayen

Seit 10.03.2020 hat die Fieberambulanz unter Federführung der Kreisverwaltung Mayen (Gesundheitsamt) Ihre Dienste am Schützenplatz (TuS- Mayen Sportgelände) aufgenommen.

Die Organisation der personellen Besetzung im ärztlichen Bereich erfolgt durch den ärztlichen Direktor Herrn Branding-Cvijanovic vom Klinikum Mayen. Das Chefarzt Sekretariat (Frau Theisen) koordiniert die ärztliche Besetzung und ist unter der Telefonnummer 02651-834809 erreichbar. Es werden derzeit Ärzte für eine Mitarbeit gesucht- diese melden sich bitte bei Frau Theisen.

Die Fieberambulanz steht grundsätzlich allen Bürgern zur Verfügung, die Kontakt zu nachgewiesenen Covid-19-Fällen hatten, sich in einer Risikoregion aufgehalten haben oder subjektiv Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen. Niedergelassene Ärzte können derzeit vermutete Covid-19-Patienten ohne Voranmeldung an die Fieberambulanz verweisen.

In der Fieberambulanz werden bis auf weiteres von Montag – Sonntag 10:00 Uhr – 15:00 Uhr mögliche Covid-19-Patienten gescreent. Unter maximalem Infektionsschutz werden diese Patienten anamnestiziert, registriert , klinisch untersucht und entschieden, ob gemäß den jeweils aktuellen Vorgaben des RKI ein Abstrich zur Diagnostik auf Covid-19-Erkrankung durchgeführt wird.
Die Patienten werden danach gebeten, sich bis zum Erhalt des Testergebnisses (1-4 Tage) in Heim quarantäne zu begeben. Die Patienten erhalten hier Informationsmaterial für notwendige Verhaltensregeln.

Bis dato erfolgt hier keine weitergehende Diagnostik oder Therapie der bestehenden Beschwerden, die Patienten erhalten keine Rezepte, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Überweisungen.

Wir stehen derzeit in intensivem Gesprächskontakt mit den organisatorisch Verantwortlichen, um den Patienten hier eine zusätzliche medizinische Behandlung zu ermöglichen. Alle relevanten Behandlungs- und Diagnostikschritte sowie die bürokratischen Maßnahmen (Rezeptausstellung, Überweisung, Krankenhauseinweisung, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) sollten vor Ort mit angeboten werden, um die Patienten von unnötigen weiteren Kontakten zu Arztpraxen/Krankenhäusern/Apotheken und Behördengängen abzuhalten (Infektionsschutz).

Organisatorisch wäre das Installieren einer provisorischen Arztpraxis hier vor Ort kein Problem, jedoch müssen noch die Gespräche mit dem Gesundheitsamt sowie Abrechnungsmodalitäten geklärt werden.

Beispielsweise könnten unter Federführung der BDZ hier mit deren Betriebsstättennummer sowie Rezepten gearbeitet werden. Die zusätzliche EDV-Infrastruktur kann kurzfristig gestellt und installiert werden.

Der Vorteil einer Rundumversorgung an einem einzigen Ort potentiell mit Covid-19 infizierter Patienten hätte den Vorteil, dass die Grundversorgung aller im ambulanten Sektor zu behandelnden Krankheitsbilder ungefährdet einer Covid-19-Durchseuchung der Praxen weiterhin ungestört stattfinden könnte. Die Praxen müssten sich nicht mehr um die Beschaffung/Vorhaltung von Schutzmaterial oder Trennung von potentiell infizierten Patienten kümmern. Voraussetzung wäre allerdings eine alternierende Besetzung der Fieberambulanz durch in der Versorgung von Erkältungssymptomen mit abwendbar gefährlichen Verläufen (Herz-Kreislauf-Probleme, Pneumonie etc.) versierten Ärzten. Diese stünden für diese Zeit nicht für die Versorgung ihrer Patienten in der eigenen Praxis zur Verfügung.

Wir appellieren daher an die Erstellung eines Einsatzplanes unter Federführung des ärztlichen Leiters des Klinikums Mayen.

Weitere Voraussetzung zur Entlastung der hausärztlich tätigen Kollegen, die ggf. in der Fieberambulanz eingesetzt werden und in den eigenen Praxen derzeit einen exponentiell gestiegenen Betreuungsbedarf verunsicherter, nicht informierter und verängstigter Patienten verzeichnen, wäre ein kollegialer Schulterschluss mit den niedergelassenen Fachärzten. Originär fachärztliche Krankheitsbilder wie Rücken- und Gelenkschmerzen, neurologisch-psychiatrische Krankheitsbilder, gynäkologische oder urologische Beschwerden sollten im Rahmen von Akutsprechstunden ohne Voranmeldung in den fachärztlichen Praxen behandelt werden können.

Wir schlagen hier zur Vermeidung von zu hohem bürokratischem und personellem Aufwand (Akutanmeldefax, Telefonanruf von Praxis zu Praxis) vor, dass Patienten sich in den Zeiten von Mo-Fr 10:00 – 12:00 Uhr ohne Voranmeldung in den betreffenden Praxen vorstellen können.

Fieberambulanz Mayen