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Corona Impfung

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

seit dem 27.12.2020 werden die ersten Impfungen gegen Covid-19 in den Impfzentren sowie durch mobile Impfteams in Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Bis zum 09.01.2021 wurden bereits 500 000 Personen in Deutschland geimpft.

Alle tagesaktuellen Informationen für Rheinland-Pfalz können Sie unter

https://corona.rlp.de/de/themen/informationen-zur-corona-impfung-in-rheinland-pfalz/

oder

https://corona.rlp.de/de/startseite/

abrufen.

Wir informieren Sie hier über alle wesentlichen Grundlagen der aktuell gültigen Abläufe zur Impfung.

es gibt keine Impfpflicht – aus ärztlicher Sicht empfehlen wir die Impfung gegen Corona JEDEM Menschen in Deutschland, außer den unter Punkt 8 aufgeführten Personen.
es erfolgt keine aktive Einladung der zu impfenden Personen durch beispielsweise Behörden, Ärzte oder Krankenkassen
geimpft werden zunächst Menschen mit sehr hohem Risiko, an einer Corona-Infektion schwer zu erkranken oder zu sterben (Menschen, die über 80 Jahre alt sind, Bewohner von Seniorenwohnheimen etc.) sowie Menschen die ein hohes Risiko haben, sich anzustecken (Personal in medizinischen Einrichtungen, Pflegepersonal , systemrelevante Berufe u.a.).
Hausärzte können KEINE Atteste ausstellen, um Menschen aufgrund bestimmter Diagnosen zu einem rascheren Impftermin zu verhelfen. Die Impftermine und die Auswahl der zunächst zu impfenden Personen erfolgt NUR über die Impfzentren/Impfkoordinationsstellen.
eine Impfung ist NUR mit Termin möglich und erfolgt zunächst in den Impfzentren (Landkreis Mayen-Koblenz: Maifeldhalle, Vormaystraße, 56751 Polch oder durch mobile Impfteams (für immobile Patienten). Die Terminvereinbarung zur Impfung erfolgt ab dem 04.01.2021 über die zentrale Terminvergabestelle (Callcenter) unter der Rufnummer 0800-5758100. Zudem wird zur Anmeldung auch alternativ ein online-Formular angeboten. Unter der Internetadresse http://www.impftermin.rlp.de kann ab dem 04.01.2021 2021 ein Impftermin gebucht werden. Noch ist nicht klar, ab wann in den Arztpraxen geimpft werden kann.
zu Beginn wird der mRNA-Covid-19-Impfstoff (Corminaty(R)) der Firma Biontech (Pfizer) verwendet https://www.comirnatyeducation.de/ . Dieser muss zweimal im Abstand von mindestens 3 Wochen geimpft werden. Am 06.01.2021 wurde der zweite Covid-19-Impfstoff der Firma Moderna zugelassen.
in der Corona Ambulanz Mayen finden keine Impfungen gegen Covid-19 statt!
ein ausreichender Impfschutz beginnt 7 Tage nach der zweiten Impfung. Um einen bis zu 95% -igen Impfschutz zu erlangen werden zwei Impfungen benötigt. Aktuell geht man davon aus, dass danach 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt sind. Es ist derzeit noch unklar, wie lange der Impfschutz anhält. Da eine Schutzwirkung für die gesamte Bevölkerung voraussichtlich erst nach einer Durchimpfung von mindestens 2/3 der Menschen in Deutschland (53,3 Millionen) anzunehmen ist (Herdenimmunität), wird es leider trotz Impfung weiterhin notwendig sein, dass Sie sich und Ihre Umgebung durch die bekannten Abstands- und Infektionsregeln schützen ( AHA + L + A – Regeln = Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske/Mund-Nasen-Bedeckung tragen, regelmäßig Lüften, Corona-Warn-App nutzen)
Nicht geimpft werden sollen: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Impfstoff Biontech) bzw. unter 16 Jahren (Impfstoff Moderna) , Schwangere und Stillende, Menschen die aktuell einen fieberhaften Infekt haben (Temperatur >38,5°C), bei bekannten Allergien gegen Impfstoffe (schwere Nebenwirkungen bei früher durchgeführten anderen Impfungen). Mediziner empfehlen Patienten mit einer Krebserkrankung (aktive Tumorerkrankung und/oder Chemotherapie), das weitere Vorgehen individuell mit dem behandelnden Arzt abzusprechen (Facharzt für Onkologie). Faktoren wie Krebsart, Erkrankungssituation, Therapie und Begleiterkrankungen spielen bei der Entscheidung eine Rolle. Eine Chemotherapie unterdrückt das eigene Immunsystem – inwieweit dann der Impfstoff die gewünschte Schutzwirkung bewirkt, ist noch nicht untersucht. Immuntherapien unterstützen hingegen die körpereigene Abwehr. Ob es bei einer Corona-Impfung zu Überreaktionen kommt, ist ebenfalls noch nicht untersucht. Unklar ist gegenwärtig, ob Patienten, die Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einnehmen (Immunsuppressiva, Kortison), eine Immunerkrankung haben (z.B. Multiple Sklerose) oder aktuell eine Chemotherapie erhalten nicht geimpft werden sollen (zu geringe Datenlage). Man geht aktuell davon aus, dass man impfen dürfte, aber die Wirkung der Impfung geringer sein könnte.
wenn Sie nachweislich eine Coronainfektion durchgemacht haben, sollten Sie zunächst nicht geimpft werden – es spricht aber nichts gegen eine Impfung (unklare Immunität nach stattgefunder Infektion). Falls Sie sich nach der ersten Impfung mit Corona infiziert haben sollten, wird empfohlen, die zweite Impfung zunächst nicht durchführen zu lassen.
es sollte ein 2-wöchiger Sicherheitsabstand zu weiteren anderen Impfungen eingehalten werden
die Nebenwirkungen der Corona-Impfung entsprechen annähernd denen einer Grippeimpfung: Schmerzen an der Einstichstelle (80%), Abgeschlagenheit (>60%), Kopfschmerzen und Frösteln (>30%), Gelenkschmerzen (>20%), Fieber und Schwellung an der Einstichstelle (>10%). Häufig (zwischen 1 % und 10 %) traten Übelkeit und Rötung der Einstichstelle auf. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Lymphknotenschwellungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen in Arm oder Bein, Unwohlsein und Juckreiz an der Einstichstelle auf. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten etwas häufiger nach der zweiten Impfung auf.
schwere Impfkomplikationen (Spätfolgen) traten bisher in den Zulassungsstudien bei 0,1-0,01% der Fälle auf (akute Gesichtslähmung). Möglich aber selten sind jedoch auch allergische Akutreaktionen direkt nach der Impfung, die noch in der Nachbeobachtungsphase im Impfzentrum/ am Ort der mobilen Impfung behandelt werden müssen. Daher sollen Sie nach erfolgter Impfung noch 15 mindestens Minuten im Impfzentrum überwacht werde (bei bekannter Risikokonstellation für Impfkomplikationen wie Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Allergien sollte 30 Minuten lang nachbeobachtet werden).
wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (Aspirin, Marcumar, neue Blutverdünner wie z.B. Lixiana, Xarelto, Eliquis, Pradaxa uvm.) können Sie trotzdem geimpft werden. Es wird eine möglichst kleine Nadel zur Impfung verwendet und über mehrere Minuten Druck auf die Einstichstelle ausgewirkt. Setzen Sie vor der Impfung Ihre bisher eingenommenen Medikamente, insbesondere Blutverdünner NICHT ab!
auch jetzt ist es noch sinnvoll, sich zusätzlich gegen Grippe impfen zu lassen – momentan haben wir in der Praxis noch ausreichend Impfstoff gegen die klassische Grippe (Influenza) vorrätig.
Vorerst steht fest: in den Arztpraxen wird in absehbarer Zeit noch nicht geimpft und es wird zu Beginn nur ein sehr eingeschränkter Personenkreis die Impfung erhalten (über 80 Jährige, Personen in systemrelevanten Berufsgruppen etc.).

Wir werden Sie über weitere Hintergründe auf dem Laufenden halten!

Ihr Team der Praxis West.

Medizinische Fachinformationen finden Sie unter anderem auf folgenden Websites:

Zusammen gegen Corona (Bundesgesundheitsministerium) https://www.zusammengegencorona.de/impfen/

Robert-Koch-Institut (RKI) https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Ständige Impfkommission (STIKO) https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/stiko_node.html

Positionspapier STIKO zur Covid-19-Impfung vom 08.01.21 https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/stiko_node.html

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung https://www.bzga.de

Infektionsschutz.de https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/fragen-und-antworten.html

Corona-Impfung Livestream vom 09.01.2021 https://www.youtube.com/watch?v=r7z6uoewjlE

Paul-Ehrlich-Institut (PEI) https://www.pei.de/DE/home/home-node.html

Weiterführende Informationen:

Wer wird wann zuerst geimpft?

Momentan gibt es 6 Gruppen in die unterteilt wird:

Stufe 1

Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen
Personen im Alter von ≥ 80 Jahren
Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen
Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu gefährdeten Gruppen
Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege
Andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den BewohnerInnen
Stufe 2

Personen im Alter von ≥ 75 – 79 Jahren
Personal mit hohem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen
Personen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung in Institutionen
Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung
Personen mit Trisomie 21
Stufe 3

Personen im Alter von ≥ 70 – 74 Jahren
Personen nach Organtransplantation
Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko
Bewohnerinnen und Bewohner sowie Tätige in Gemeinschaftsunterkünften
Enge Kontaktpersonen von Schwangeren
Enge Kontaktpersonen bzw. Pflegende von Personen mit hohem Risiko
Personal mit mittlerem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen und in Positionen, die für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur besonders wichtig sind
Teilbereiche des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD)
Stufe 4

Personen im Alter von ≥ 65 – 69 Jahren
Personen mit Vorerkrankungen mit mittlerem Risiko und deren engste Kontaktpersonen
Personal mit niedrigem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen
Lehrerinnen und Lehrer
Erzieherinnen und Erzieher
Personen mit Arbeits- und/oder Lebensbedingungen, in denen Abstandhalten schwierig ist
Stufe 5

Personen im Alter von ≥ 60 – 64 Jahren
Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen
Beschäftigte im Einzelhandel
Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit mit erhöhtem Ansteckungsrisiko
Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur
Stufe 6

Alle übrigen Personen im Alter von < 60 Jahren Zur Einteilung des Personals in medizinischen Einrichtungen und der Personen mit Vorerkrankungen wird auf die wissenschaftliche Begründung der Ständigen Impfkommission verwiesen (Mitteilung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung Tabelle 12, Kapitel 10.2.1 bzw. Kapitel 10.1.2) Stand: 22.12.2020 (#4593)